Das Programm der CAA ACADEMY

Die CAA Academy bietet ihren Freunden und Förderern ein nach unterschiedlichen Disziplinen gegliedertes Programm, das aktuellen Tendenzen und Fragen zeitgenössischer Kultur in Berlin thematisiert. Die Auseinandersetzung und Einführung in ungewöhnliche oder auch schwer zugängliche Themen soll das Verständnis für zeitgenössische Kunst und Kultur fördern und den inhaltlichen Dialog vertiefen. Im Rahmen von Atelierbesuchen, Künstlergesprächen und Führungen ermöglicht die CAA ihren Freunden und Förderern verschiedene Positionen zeitgenössischer Kunst und Kultur in Berlin zu erleben.




Stipendiumsvergabe im Rahmen der CAA Nachwuchsförderung im Bereich zeitgenössisches Theater / junge Dramatik

Im ersten Förderjahr hat sich die CAA Berlin auf die Nachwuchsförderung im Bereich zeitgenössisches Theater konzentriert. Das CAA-Mentoren-Stipendium wurde in enger Zusammenarbeit mit der Schaubühne und ihrem Programm für junge Autoren des Stückewettbewerbs durchgeführt. Die CAA-Expertin für den Bereich Theater, Barbara Burckhardt, langjährige Redakteurin bei Theater heute und erfahrenes Jurymitglied des Theatertreffens Berlin, wählte in Zusammenarbeit mit der Jury des Stückewettbewerbs sowie unter Einbeziehung des CAA-Boards die erste Stipendiatin Nina Ender aus. Sie gewann mit ihrem neusten Stück „Die Wissenden“ den dies- jährigen Stücke- wettbewerb der Schau- bühne. In der kommenden Spielzeit wird das Stück in einer Inszenierung im Studio zu sehen sein. Im Rahmen ihres 6-monatigen Arbeitsstipendiums arbeitet Nina Ender an ihrem neuen Theaterstück.

Stipendiumsvergabe im Rahmen der Lesung von „Die Wissenden“ von Nina Ender im Studio der Schaubühne Berlin

Laudatio Barbara Burckhardt:
«Die Wissenden» – der Titel von Nina Enders Stück bezieht sich auf die «Savants», häufig autistische Menschen, in deren Hirn Filterfunktionen blockiert sind. Das führt zur so genannten «Inselbegabung», exzeptionelle Fähigkeiten in einem kleinen Teil- bereich bei ansonsten emotional und intellektuell blockierten Menschen. Nina Ender ist, nach ihrem Stück zu urteilen, das Gegenteil eines Savant: Ihr Talent will alles ergreifen, es schweift umher, weitet den Tunnelblick, holt immer neue Figuren herein, verläuft sich in Seitenwegen ihres Themas. Will alles. Denn es ist schließlich «der Wahnsinn der Welt», um den es hier geht: der Wahnsinn der Menschen- optimierung, der Behinderung nicht mehr ertragen will, der Wahnsinn, der Krankheit unerträglich macht, aber auch: der Wahnsinn von Beziehungen. Wie Nina Ender sich mit poetischer Sprachkraft ganz unökonomisch ins weite Feld dieses Wahnsinns stürzt, ohne ihren Witz an den Zynismus zu verraten und die Empathie mit ihren gebeutelten Figuren zu verlieren, ist ein großer, schöner Talentbeweis.




Das CAA-Mentoren-Stipendium im Bereich Bildenen Kunst in Kooperation mit dem Campus Rütli und der UDK


Die CAA Berlin konzentrierte sich in ihrem zweiten Förderjahr auf Nachwuchs- künstler im Bereich Bildende Kunst. Teil des Engagements der CAA ist der Transfer künstlerischen Arbeitens in die kulturelle Bildung von Schülerinnen und Schülern, denen dieser Bereich aufgrund ihres sozialen Hintergrunds bislang verschlossen war. Es werden künstlerische Erfahrungsräume in sozialen Brennpunkten entstehen, die eigene Ausdrucksmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler fördern. Aus diesem Grund wird CAA Berlin mit dem Campus Rütli, insbesondere der Rütli Hauptschule und Heinriche-Heine-Realschule, kooperieren. Durch die Einbeziehung junger Nachwuchs- künstler aus dem Bereich Bildende Kunst sollen die Schüler einen erweiterten Einblick in künstlerische Praktiken erhalten und am künstlerischen Prozess aktiv teilnehmen.

Im Rahmen der Kooperation mit der UDK Berlin ist das CAA Mentoren- Stipendium im Bereich Bildende Kunst an Nele Schwierkus vergeben worden. Die Künstlerin, geboren 1979, studiert seit 2004 an der UdK und seit 2009 in der Klasse von Florian Slotawa. Ihre plastischen Arbeiten, die sich mit ihrer Lebenswelt befassen, bestechen durch Humor, einen ausgeprägten Sinn für die visuelle und akustische Präsenz von Objekten und durch ein spielerisches Interesse am Experiment.
Überzeugt hat die CAA-Jury neben der starken persönlichen Präsenz und einem konsistenten Werk vor allem Nele Schwierkus’ sensibles Vorgehen bei ihrem künstlerischen Projekt für den Campus Rütli, an dem sie im Rahmen des Stipendiums mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten wird. Ausgehend von ihrer päda- gogischen Erfahrung versetzt sie sich in die reizüberflutete Lebenswelt der Jugendlichen, um sie das Sehen und sogar das Hören neu erfahren zu lassen. CAA-Jury-Mitglied Prof. Dr. Beatrice von Bismarck, Vizerektorin der HBG Leipzig, erklärte mit amüsiertem Staunen, dass alles, was Nele Schwierkus an zunächst unscheinbaren Gegenständen in die Hand nimmt, „immer mehr wird“. Über ein halbes Jahr hat Nele Schwierkus den Kunstunterricht der 10. Klassen des Campus Rütli aktiv gestaltet und mit den Schülern ein Projekt umgesetzt an dessen Ende eine Ausstellung im Rahmen des Kunst- und Kulturprojekts 48 Stunden Neukölln stattfand.

Unter dem Titel: Es bedarf bloß eines winzigen Lichteinfalls, um sich ein Bild von der Welt zu machen, bauten Schülerinnen und Schüler des Campus Rütli Camera Obscurae und foto- grafierten damit sich und ihre Umge- bung. Heraus kamen überraschende – teils malerische Fotografien.




Das CAA-Mentoren-Stipendium im Bereich zeitgenössische Musik 2011 in Kooperation mit dem Heinz Berggruen Gymnasium

Im März 2011 vergab die Musik-Jury der CAA und das Board der CAA das diesjährige CAA-Mentoren- Stipendium an den Komponisten Stefan Keller. Mitglieder der Jury sind Dr. Margarete Zander (CAA-Expertin für zeitgenössische Musik, Leiterin Ultraschall Festival), Sophie Schricker (Leiterin Shared Sounds Festival) und Thomas Bruns (Kammerensemble Neue Musik, ohrenstrand.net). Stefan Keller (* 8.12.1974 in Zürich) studierte Oboe an der Musikhochschule in Zürich. Im Rahmen der Ausbildung kam er zum ersten Mal intensiv mit der Musik des 20. Jahrhunderts in Berührung, spielte Werke von Schönberg und Webern und hörte die Musik von Helmut Lachenmann. Er begann mit dem Studium der Komposition bei H.U. Lehmann, Gerald Bennett und Michael Jarrell. Sein erstes Stück schrieb er erst im Alter von 23 Jahren: für Oboe, Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello. Das Stück ist rhythmisch so komplex, dass er selbst bei der Uraufführung dirigieren musste. Ein weiterer wichtiger Kompositionslehrer wurde Hanspeter Kyburz an der Hanns-Eisler Musikhochschule in Berlin. „Seine Werke sind gekennzeichnet von einer Komplexität, die virtuose Denkstrukturen herausfordern, verbunden mit einer großen Lust am musikalischen Ausdruck, die ihre Wurzeln häufig im Spielen selber findet.“ (Dr. Margarete Zander, Leiterin Ultraschall Festival, CAA Expertin)

Die Besonderheit der CAA-Förderung ist das Mentorenstipendium in zwei Richtungen: Stipendiaten erhalten nicht nur Förderungen, sondern geben ihre Erfahrungen auch an Jüngere weiter. So hat Stefan Keller am Heinz Berggruen Gymnasium mit den Schülern des Leistungskurses Musik zu zeitge- nössischer Musik gearbeitet. Die anfängliche Skepsis konnte Stefan Keller mit Hilfe von Hörbeispielen und seiner eigenen Leidenschaft für zeitgenössische Musik schnell überwinden. „Die Arbeit mit den Schülern macht mir tatsächlich viel Spaß. Was mir gefällt, ist, dass so ziemlich alle sehr bald eigene Ideen entwickelt haben, und zwar in sehr unterschiedliche Richtungen. Ich habe auch das Gefühl, dass sie das, was ich Ihnen dazu sage, verstehen können. Das ist natürlich riskanter als wenn ich von Anfang an alles geplant hätte, aber so kann es eine intensivere Erfahrung werden.“ (Stefan Keller)

Zum Abschluss der Arbeit mit den Schülern stand ein Termin im professionellen Tonstudio. Stefan Keller und Wolfgang Hengelhaupt (mittleres Bild) betreuten die Tonaufnahmen und konnten den Schülern über Momente der Verzweiflung hinweg helfen. Da alle ein Instrument spielen, haben sie ihre Kompositionen selber eingespielt. Entstanden sind vier Kompositionen von 4-6 Minuten Länge.






Why CAA?


Marianne Esser

Seit vielen Jahren lebe ich in Berlin und engagiere mich für die zeitgenössische Kunst, mit Schwerpunkt in Berlin und Leipzig.

Insbesondere liegt mir aber die Contemporary Arts Alliance Berlin am Herzen, die ich seit ihrer Entstehung begleite. Was mir an CAA besonders gefällt ist der direkte Bezug zwischen Förderern und Stipendiaten, der intensive kulturelle Austausch mit Experten und Künstlern aus dem CAA – Netzwerk und vor allem die interdisziplinäre Ausrichtung auf die vier Bereiche: Tanz, Theater, Musik und Bildende Kunst. Das vielfältige und institutionsunabhängige Programm der CAA Berlin begeistert mich und ich bin gespannt, wie sich die Künste in ihrer jeweils ganz eigenen “Sprache” und im Wechselspiel miteinander immer wieder neu profilieren.






Das CAA-Mentoren-Stipendium im Bereich zeitgenössische Musik 2011 in Kooperation mit dem Heinz Berggruen Gymnasium

Im März vergab die Jury der CAA, bestehend aus Dr. Margarete Zander (CAA-Expertin für zeitgenössische Musik, Leiterin Ultraschall Festival), Sophie Schricker (Leiterin Shared Sounds Festival) und Thomas Bruns (Kammerensemble Neue Musik, ohrenstrand.net) und dem Board der CAA, das CAA-Mentoren-Stipendium an Stefan Keller.

Stefan Keller (* 8.12.1974 in Zürich) studierte Oboe an der Musikhochschule in Zürich. Im Rahmen der Ausbildung kam er zum ersten Mal intensiv mit der Musik des 20. Jahrhunderts in Berührung, spielte Werke von Schönberg und Webern und hörte die Musik von Helmut Lachenmann. Er begann mit dem Studium der Komposition bei H.U. Lehmann, Gerald Bennett und Michael Jarrell.
Sein erstes Stück schrieb er erst im Alter von 23 Jahren: für Oboe, Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello. Das Stück ist rhythmisch so komplex, dass er selbst bei der Uraufführung dirigieren musste. Ein weiterer wichtiger Kompositionslehrer wurde Hanspeter Kyburz an der Hanns-Eisler Musikhochschule in Berlin.

„Seine Werke sind gekennzeichnet von einer Komplexität, die virtuose Denkstrukturen herausfordern verbunden mit einer großen Lust am musikalischen Ausdruck, die ihre Wurzeln häufig im Spielen selber findet.“ (Dr. Margarete Zander, Leiterin Ultraschall Festival, CAA Expertin)

Im Rahmen seines Stipendiums hat Stefan Keller am Heinz Berggruen Gymnasium mit den Schülern des Leistungskurses Musik zu zeitgenössischer Musik gearbeitet. Die anfängliche Skepsis konnte Stefan Keller mit Hilfe von Hörbeispielen und seiner eigenen Leidenschaft für zeitgenössische Musik schnell überwinden.

„Die Arbeit mit den Schülern macht mir tatsächlich viel Spaß. Was mir gefällt ist, dass so ziemlich alle sehr bald eigene Ideen entwickelt haben, und zwar in sehr unterschiedliche Richtungen. Ich habe auch das Gefühl, dass sie das, was ich Ihnen dazu sage, verstehen können. Das ist natürlich riskanter als wenn ich von Anfang an alles geplant hätte, aber so kann es eine intensivere Erfahrung werden, denke ich.“ (Stefan Keller)

Zum Abschluß der Arbeit mit den Schülern stand ein Termin im professionellen Tonstudio. Stefan Keller und Wolfgang Hengelhaupt (mittleres Bild) betreuten die Tonaufnahmen und konnten den Schülern über Momente der Verzweiflung hinweg helfen. Da alle ein Instrument spielen, haben sie ihre Kompositionen selber eingespielt. Entstanden sind vier Kompositionen von 4-6 Minuten Länge.




21. Mai 2012: Besuch der Sammlung von Gerard De Gee

Besuch der Sammlung von Gerard De Geer mit Arbeiten von Thomas Scheibitz. Durch die Ausstellung führt der Künstler, der 2005 den deutschen Pavillon in Venedig gestaltet hat und von der Galerie Sprüth Magers vertreten wird. De Geer besitzt so viele große und wichtige Bilder des Berliner Künstlers, dass man die Schau im Kreuzberger Galeriehaus Lindenstraße ruhig museal nennen kann. Motive aus den späten neunziger Jahren treffen auf aktuelle Arbeiten und erleichtern den Zugang in jenes Scheibitz-Universum, das auf der Plünderung der Realität basiert.




Sonntag 13. Mai 2012: Urban Art Tour

Gemeinsame Fahrradtour durch die Urban Art Szene in Mitte. Als eine der jüngeren Strömungen im Kunstbetrieb erfreute sich Urban Art in den vergangenen Jahren einer wachsenden Popularität. Eine Vielzahl ausdifferenzierter Stile und Techniken hat sich herausgebildet. In kaum einer anderen Stadt trifft man eine so große und vielfältige Verbreitung von Urban Art an wie an den Mauern und in den Straßen Berlins. Die Künstler sind fast immer anonym oder sind nur einem kleinen Kreis von Personen bekannt. Jan Kage, alias Yaneq, der gerade unter dem Titel reKOLLEKT eine Ausstellung zu Urban Art im Bethanien kuratiert hat, wird uns die Arbeiten von Künstlern wie z.B. Super Blast und XOOOOX zeigen.






Sunday, May 13th 2012

Cycling tour through Berlin-Mitte and discovery of its urban art scene. In recent years urban art is enjoying a growing popularity. A variety of differentiated styles and techniques has emerged. In hardly any other city you meet such a large and diverse spread of urban art like on the walls and streets of Berlin. Jan Kage, known as Yaneq, will introduce us to the work of artists such as Super Blast and XOOOOX.




Donnerstag 26. April 2012: Eröffnung Berlin Biennale

Eröffnungsempfang der Berlin Biennale in der St. Elisabeth-Kirche. Paweł Althamer, einer der bekanntesten polnischen Künstler, der zuletzt eine große Einzelausstellung in der Deutschen Guggenheim hatte, wird im Rahmen Draftsmen’s Congres die St. Elisabeth-Kirche in einen Ort verwandeln, in dem die Besucher aufgerufen sind, mit Bildern statt mit Worten zu kommunizieren.






CAA Academy offers CAAs members and supporters a cultural program structured by different disciplines to increase the dialogue with Berlins most interesting figureheads of the contemporary art scene. Discussions and introductions are designated to increase the understanding of contemporary arts and culture and deepen the dialogue. With studio visits, artist talks or guided tours CAA Berlin aimes at facilitate its friends and supporters inside views of different positions of contemporary arts and culture in Berlin.




Mittwoch 11. April 2012

Jedes Jahr im Mai versammelt das bedeutendste deutsche Theaterfestival Theaterschaffende, Journalisten und Gäste aus der ganzen Welt in Berlin. Herzstück des Theatertreffens sind die zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen“, die alljährlich von einer unabhängigen Kritikerjury aus rund 400 Aufführungen der Saison ausgewählt werden. Wir freuen uns sehr auf Yvonne Büdenhölzer, künstlerische Leiterin des Theatertreffens, und Christina Zintl, Leiterin des Stückemarkts, die uns einen Einblick in ihre Arbeit und Geheimtipps geben werden. Weitere Informationen zum Theatertreffen und den ausgewählten Inszenierungen finden Sie hier: http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/03_theatertreffen/tt12_auswahl/tt12_auswahl_2.php




Samstag 17. März: MaerzMusik im Haus der Berliner Festspiele

Einladung der Berliner Festspiele zum Eröffnungsabend von MaerzMusik, dem Festival zeitgenössischer Musik im Haus der Berliner Festspiele. MaerzMusik 2012 gleicht einer Versuchsanordnung: mit den beiden Jubilaren John Cage und Wolfgang Rihm stehen sich zwei künstlerische Haltungen gegenüber, die in ihrer jeweiligen Radikalität kaum gegensätzlicher gedacht werden können. Sie lassen sich als Pole eines musikalischen Kosmos der Gegenwart betrachten, der sich als viel-dimensionales kreatives Spannungsfeld stetig fortentwickelt, ohne doch unter dem vermeintlich schützenden Dach des ›Anything Goes‹-Pluralismus wirklich versöhnt zu sein.




Sonnabend, 25. Februar: ARABQUEEN im HEIMATHAFEN NEUKÖLLN

Mariam führt ein Doppelleben: Zu Hause die folgsame Tochter strenger muslimischer Eltern, auf der Straße die selbstbewusste ArabQueen, die mit ihrer Freundin Lena tanzen geht und sich andere kleine Freiheiten erschleicht. Als ihre Eltern eine Ehe für sie arrangieren wollen, steht Mariam vor einer Entscheidung, die ihr ganzes weiters Leben bestimmen wird. Die Journalistin Güner Balci schildert anhand der (wahren) Geschichte Mariams die Zerreißprobe, vor der viele junge muslimische Frauen in Deutschland stehen: der Tradition zu folgen oder sich von ihrer Familie zu emanzipieren – mit allen Konsequenzen. Mit „ArabQueen“ greift der Heimathafen Neukölln ein weiteres brisantes und virulentes Thema auf. Das Stück beschließt nach „Arabboy“ und „Sisters“ die Neukölln-Trilogie.




Donnerstag, 16. Februar

Die Berliner Staatsoper begibt sich mit Luigi Nonos Meisterwerk »Al gran sole carico d’amore« auf neue Wege und verlässt dafür ihr gegenwärtiges Quartier im Schiller Theater. Nach dem großen Erfolg bei den Salzburger Festspielen richten Regisseurin Katie Mitchell und der Dirigent Ingo Metzmacher gemeinsam mit mehr als 200 beteiligten Künstlern die monumentale Musiktheater nun in einem ehemaligen Heizkraftwerk in Berlin-Mitte ein. Die Tribüne für 929 Zuschauer steht bereits, und die Proben haben begonnen.




12. Februar: Gerhard Richter Editionen

Wir freuen uns sehr über die Einladung von Thomas Olbricht die Sammlung seiner Gerhard Richter Edition 1965 – 2011 zu besuchen. Parallel zur Retrospektive der Ölgemälde Richters in der Neuen Nationalgalerie, haben wir die Möglichkeit auch das vielseitige Schaffen seiner Auflagenwerke kennen zu lernen. Es ist die wohl einzige Privatsammlung, die annähernd alle Editionen umfasst. Richter gilt international als einer der bedeutendsten und erfolgreichsten deutschen Künstler der Gegenwart.
Die Editionen bieten dem Künstler außerdem die Gelegenheit, auf besonders vielfältige und experimentelle Weise die Möglichkeiten des Bildnerischen auszuloten. Deshalb finden sich in den Auflagenwerken sehr viele unterschiedliche Medien und Gattungen, an die der Künstler mit verschiedenen grundlegenden Strategien herangeht: Figuration, Abstraktion, Monochromie, optische Täuschung, Spiegel, Raster, geometrische Konstruktion etc. Die Ausstellung umfasst etwa 200 Arbeiten und zeigt Gerhard Richters Druckgrafiken, Foto-Editionen, Multiples (Auflagenobjekte), Gemälde-Editionen, Künstlerbücher und Künstlerplakate. Dazu gehören unter anderem so populäre Motive wie die aus der Malerei bekannten Foto-Editionen Ema (Akt auf einer Treppe) und Onkel Rudi, druckgrafische Arbeiten wie zum Beispiel Mao, Elisabeth und Betty.




31. Jaunar 2012: #11 Lecture at Home

Zur #11 Lecture at Home bei Loretta Würtenberger freuen wir uns sehr auf Thomas Ostermeier, den Künstlerischer Leiter der Schaubühne Berlin. Unter dem Titel: „Maske und Wahrheit – Die ganze Welt ist ein Theater (Totus mundus agit histrionem)“ wird er uns einen Einblick in seine Arbeit als Regisseur, insbesondere seiner Shakespeare Inszenierungen, geben. Seit mehr als zwölf Jahren leitet Thomas Ostermeier die Schaubühne. Die einen Kritiker verteufeln seinen Hang zu Zeitgeist und Oberfläche, andere bejubeln seine Kraft und Genauigkeit, die aus seinem Theater eine Stätte der Wahrheitssuche machten.




12. Januar: Sture Johannessons in der Galerie Kraupa-Tuskany

Zum Einstieg in das Programm der CAA Academy 2012 wenden wir uns in den dunklen Tagen der bunt-psychedelischen Kunst des finnischen Künstlers Sture Johannessons in der Galerie Kraupa-Tuskany zu. Alt-Hippie und Computerkunstpionier Johannesson setzte radikale politische Parolen neben Bob Dylan-Zitate und löste damit einen Skandal aus. Dass er – als „Psychopath“ diffamiert – nicht sogleich polizeilichem Gewahrsam zugeführt wurde, lag, laut Johannesson, nur daran, dass es sich beim Direktor der Lunder Polizei um einen Kunstliebhaber handelte.




Donnerstag, 15. Dezember

Besuch in der Galerie Zink zur Performance von und mit Reynold Reynolds „The Lost Film Project“. Im Anschluss Empfang in den Privaträumen von Michael Zink & Artist Talk mit Reynold Reynolds http://www.galeriezink.de/




Thursday, November 3rd: 6* CAA Club Lounge

This time we are hosting the concept and video artist Christian Jankowski. In a relaxed club atmosphere he is going to present the musik and work of his life. Additionally, in a conversation with Alexandra von Stosch, an insight view of his work will be given.




Donnerstag, 3. November: 6* CAA Club Lounge

Zu Gast ist der Konzept- und Videokünstler Christian Jankowski, bei der er die Musik seines Lebens und Arbeitens in entspannter Club-Atmosphäre präsentieren wird. Zudem gibt er in einem Künstlergespräch mit Alexandra von Stosch Einblick in seine Arbeit.




26. October: Visiting of the collection Juerg Judin

Juerg Judin, collector and gallery owner, commissioned the architect team bfs d -bröer flachsbarth schultz and planbb brakel, to restore an old gas station and extend it with a glass facade in a part of Schöneberg, which is not exactly known as beeing very noble. There, he shows his art in a surrounding of the fifties.




26. Oktober: Besuch Sammlung Juerg Judin

Juerg Judin, Sammler und Galerist, beauftragte das Architektenteam bfs d -bröer flachsbarth schultz und planbb brakel, in einer durchaus nicht vornehmen Gegend Schönebergs eine alte Tankstelle liebevoll zu restaurieren und um einen Anbau mit Glasfassade zu ergänzen. Dort zeigt er nun in einem Ambiente der Fünfzigerjahre seine Kunst.




Samstag, 15. Oktober: Music Box

Dr. Katja Blomberg führt die Freunde und Förderer durch die Ausstellung „Music Box“ des niederländischen Künstler-Komponisten William Engelen im Haus am Waldsee.
Schokoladenriegel, Staubsaugertüteninhalte, Gummibäume, Tagebücher, Magenknurren oder Wetterdaten bilden die Parameter der Kompositionen von William Engelen. Wenn der niederländische Künstler und Komponist seine Partituren in Form von grafischen Notationen entwirft, geht sein Werk meist von kulturellen Erinnerungen unterschiedlicher Wahrnehmungsebenen aus. Sie reichen vom „Urknall” bis zu den Schokoladenträumen der eigenen Kindheit. Sie nutzen die Wetterdaten im ersten Jahrzehnt des frühen 21. Jahrhundert oder erfassen die unbewusste Musikalität der eigenen Gedärme.




Saturday, October 15th: Music Box

Dr. Katja Blomberg leads the friends and supporters through the exhibition “Music Box” by the Dutch artist-composer William Engelen at the Haus am Waldsee.
Chocolate bars, vacuum cleaner bag contents, rubber trees, diaries, stomach growling and weather data are the parameters of the compositions by William Engelen. The Dutch artist and composer designs his scores in the form of graphical notations. His work is often inspired by cultural memories of different levels of perception. They range from the “Big Bang” to chocolate dreams of everyones childhood. You use the weather data in the first decade of the early twentyfirst Century or capture the unconscious musicality of their own  intestines.




30. September: Eröffnung My Paris – Collection Antoine de Galbert im me Collectors Room

Antoine de Galbert sammelt seit 1987 zeitgenössische Kunst mit einer bewussten Entscheidung gegen den Mainstream und bestimmte Trends. Volkskunst, „art brut“ und religiöse Objekte ergänzen seine Sammlung zeitgenössischer Werke. Das Interesse an Motiven der Vergänglichkeit und Sexualität, verbindet Antoine de Galbert mit dem Essener Sammler Thomas Olbricht, in dessen Räumen in Berlin nun Teile der Sammlung de Galberts gezeigt werden.




25.September: Urban Art Tour

Radtour durch den Wrangelkiez in x-Berg mit Besichtigung der Arbeiten von Urban Art Künstlern wie z.B. Blu, Nomad und ROA mit Jan Kage alias Yaneq
„SIE KOMMEN JEDEN TAG UND VERUNSTALTEN UNSERE STÄDTE: SIE HINTERLASSEN ÜBERALL IHRE IDIOTISCHEN SCHRIFTZÜGE: SIE MACHEN AUS DER WELT EINEN HÄßLICHEN ORT: WIR NENNEN SIE WERBEAGENTUREN UND STADTPLANER“ BANKSY




7. September: Behind the Scenes @ PREVIEW

Die PREVIEW Berlin lädt die CAA zur Vorbesichtigung der 7. PREVIEW Berlin in den Hangar 2 des Flughafen Tempelhof ein. Am Tag vor der Eröffnung werden wir gemeinsam mit den Organisatoren und den Ausstellern den Aufbau der Messe erleben und haben im Anschluss bei Brot&Wein Gelegenheit zum Gespräch u. a. mit Galerien wie: Hamish Morrison Galerie, Berlin, Gallerie Maria Veie, Oslo, ME Contemporary, Kopenhagen, Galerie Hunchentoot, Berlin, WAGNER + PARTNER, Berlin, Wendt + Friedmann Galerie, Berlin, WIDMER + THEODORIDIS contemporary, Zürich Galerie Ilka Bree, Bordeaux




3. September: CAA Academy

Gemeinsamer Besuch des Eröffnungskonzerts des musikfest Berlin in der Philharmonie mit dem Philadelphia Orchestra. Zur Aufführung kommen Werke von Rihm, Liszt und Berlioz.




17. August: Tanz im August

Besuch der Deutschen Erstaufführung von „Brilliant Corners“ im HAU1. Emanuel Gat, Choreograph und Tänzer, wird uns einen Einblick in seine Arbeitsweise zu „Brilliant Corners“ geben.




24. August: #10 Lecture at Home

Ein Gespräch zur Musik von Franz Liszt und Wolfgang Rihm mit Dr. Winrich Hopp (Leiter des Musikfest Berlin) und Dr. Margarete Zander (Ultraschall Festival und CAA-Expertin für zeitgenössische Musik).




07. Juni: Eröffnung: based in Berlin – Ausstellung Berliner Gegenwartskunst

based in Berlin zeigt Arbeiten von rund 80 Künstlern, die in Berlin leben und arbeiten. Die Ausstellung umfasst alle zeitgenössischen Kunstpraktiken von Malerei und Zeichnung über Skulptur, Fotografie, Film und Video, von Textarbeiten und Performances bis zu Installationen. Essentieller Teil der Ausstellung ist daher ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit Screenings, Performances und Live-Acts, Workshops und Debatten. „Wir wollen eine räumliche und zeitliche Konzentration erzeugen – die vielen künstlerischen Aktivitäten bündeln und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagen die Kuratoren.




15. – 25. Juni 2011: Autorentage im Deutschen Theater

Einladung des Deutschen Theaters zur Eröffnung der Autorentheatertage am 15. Juni mit Elke Schmitter und Ulrich Khuon. Unter dem Titel „Make me laugh“ hat sich die Alleinjurorin der zweiten Berliner Autorentheatertage Elke Schmitter (Romanautorin und Spiegel-Redakteurin) von den noch zu entdeckenden Dramatikerinnen und Dramatikern gewünscht.

Im Anschluss besuchen wir das Gastspiel der Münchner Kammerspiele „Alpsegen“ von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel in der Regie von Sebastian Nübling.




23. Mai 2011: Via Intolleranza II
Einführung und Besuch der Inszenierung von Christoph Schlingensief zu Gast beim Theatertreffen

In Burkina Faso, wo das von Schlingensief initiierte Operndorf REMDOOGO nahe der Hauptstadt Ouagadougou gebaut wird, begannen die Proben für VIA INTOLLERANZA II. Es ist das erste Stück materialisierte afrikanische Operndorf-Utopie, ausgehend von Luigi Nonos Aktions-Oper „Intolleranza 1960″. Christoph Schlingensief hatte immer ein feines Gespür für verdeckte Konflikte, die in seinen besten Projekten schließlich aufplatzten wie Eiterbeulen. In „Via Intolleranza II“ nimmt er sich einen der unlösbarsten und zukunftsträchtigsten vor: den zwischen Erster und Dritter Welt. Die vorerst letzte Vorstellung in München fand schon ohne ihn statt, und sie hat gezeigt: Auch wenn Schlingensief nicht selbst auftritt, ist er hundertprozentig anwesend. (Photo: Aino Laberenz)




10. Mai 2011: *5 CAA Club Lounge

Ein bildender Künstler aus Berlin wird an diesem Abend für die Freunde und Förderer der CAA in die Rolle des DJs schlüpfen wird, um den Sound seines Lebens und Arbeitens zu präsentieren. So bekommen die Gäste in entspannter Club-Atmoshäre die Gelegenheit, sich mit zeitgenössischer Kunst, die in Berlin entstanden ist, auseinander zu setzen.




1. Mai 2011: Rundgang zum Gallery Weekend Berlin

Mit neuen Galerien, einem Freien Museum und ein paar alten Bekannten ist ausgerechnet die Potsdamer Straße zum Gegenpol der Galerienszene in der Heidestraße geworden. Und zwischen den beiden Kunstmeilen funkeln die Neue Nationalgalerie und der Hamburger Bahnhof. Besuch bei Galerien wie: Klosterfelde, Giti Nourbakhsch, Sommer & Kohl, Tanya Leighton, Eva Bracke, Esther Schipper,  Wentrup.




Anfang April 2011: Besuch der Uferstudios für zeitgenössischen Tanz im Wedding

Die Uferstudios fördern den Austausch von Künstlern, Kulturschaffenden, Studierenden und Publikum sowie die nationale und internationale Vernetzung. Die räumliche Verbindung ermöglicht künstlerische und finanzielle Synergien, langfristige Entwicklungschancen sowie strukturelle Nachhaltigkeit – für den zeitgenössischen Tanz und für Berlin als Kultur- und Wissenschaftsstandort.




21. März 2011: Probenbesuch bei Christoph Winkler

Wir freuen uns sehr über die Einladung von Christoph Winkler, ihn und seine Company bei der Probe seines Tanzstücks Böse Körper zu besuchen, das am 7. April in den Sophiensälen Premiere hat. Christoph Winkler studierte Choreografie an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch” und arbeitet seit 1998 freischaffend in Berlin. Böse Körper soll nicht nur an frühere Stränge von Winklers Arbeit anknüpfen, sondern auch die Erweiterung der Möglichkeiten im Tanz erforschen. Dazu nähert er sich von einer tänzerischen Ausgangsposition dem Problem der Darstellung „böser“ Charaktere. In Theater und Film findet die Ver-Körperung von Personen und Figuren durch andere Personen als Prinzip statt – die Domäne des Schauspielens. Viele SchauspielerInnen lieben diese Rollen, da sie die anspruchsvollsten und interessantesten seien.
Im Tanz hingegen scheint es so zu sein, dass man seinen Körper ungern einem anderen leiht. Man ist immer tatsächlich dieser Körper oder wie der Philosoph Alain Badiou sagt: „Den tanzenden Körper umgibt keine Rolle, er stellt das reine Auftauchen figurativ dar… Der tanzende Körper drückt keinerlei Innerlichkeit aus, er selbst ist die Innerlichkeit, die ganz an der Oberfläche, als sichtbar zurückgehaltene Intensität erscheint.“ Dieser Unterschied trennt, so Winkler, in der Aufführungspraxis ungeachtet aller Mischformen beide Genres zumindest ihrem Wesen nach.




3. März 2011: Besuch der Sammlung SØR Rusche Berlin

Dr. Dr. Thomas Rusche besuchte bereits mit seinen Eltern im Alter von vier Jahren die Kunstmesse Delft; seit 1975 ist er ununterbrochen Besucher der Kunstmesse in Maastricht. Mit 14 Jahren kaufte er sich das erste Werk des Künstlers Andreas Achenbach. Er führt damit eine Familientradition fort und erweitert stetig die auf mehr als tausend Gemälde angewachsene Sammlung. Umfang der Sammlung ist insbesondere niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts von Künstler wie David Teniers, Jan van Goyen, Abraham van Beyeren und andere aus dem Dunstkreis von Rembrandt, Rubens und van Dyck. Seit mehreren Jahren ergänzt sich die SØR Rusche Sammlung um zeitgenössische, deutsche Werke von Ruprecht von Kaufmann, Gabi Hamm oder Herbert Volkmann. Thomas Rusche wird persönlich durch die Sammlung führen. Moderiert von Dr. Frank Grischa Feitsch.




8./9. Februar 2011: Atelierbesuch bei Valérie Favre
Moderiert von Dr. Alexandra von Stosch

Die in Berlin lebende und arbeitende Künstlerin wurde 1959 in der Schweiz geboren und entschied sich sehr schnell, den verschwiegenen Charme der Schweizer Auen zu verlassen. „Der Prophet gilt nichts im eigenen Land! Die Schweiz war zu klein, Paris war für mich der Tempel der Kultur.“ Ohne höheren Schulabschluss – „dadurch habe ich mich lange Zeit benachteiligt gefühlt und versucht, es mit Arbeit oder Leidenschaft auszugleichen“ – brannte sie nach Frankreich durch. Ihr Ziel: Die Bühnen der Pariser Theater. „Wenn man jung ist, hat man nichts zu sagen, man ist ein wenig dumm: Um zu malen, bedarf es der Reife und der Erfahrung, die Einsamkeit ertragen zu können.“






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