Welcome at the Contemporary Arts Alliance Berlin

Why CAA?


Dr. Frank Grischa Feitsch

Die CAA ist spartenübergreifend und hausunabhängig, vergibt Mentorenstipendien an Nachwuchskünstler und bietet ein sehr vielseitiges Veranstaltungsprogramm, das sich nicht auf den Konsum der angebotenen Programmpunkte beschränkt, sondern eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kunst und Kultur anregt. Die CAA bringt damit alles zusammen, was mir bei meinem Engagement für die Kunst und Kultur in Berlin wichtig ist.

Seit früher Jugend interessiere und engagiere ich mich für Kunst und Kultur. Seit vielen Jahren begleite und unterstütze ich unterschiedlichste Kunstprojekte und -initiativen, insbesondere die Bildende Kunst und das Sprechtheater liegen mir am Herzen.

Aber mich nur auf ein, zwei Sparten der Kunst und Kultur zu konzentrieren, nur ein Haus oder Projekt zu unterstützen – das war und ist mir auf Dauer zu wenig, zu spannend, zu inspirierend sind etwa auch die zeitgenössische Musik, Tanz, Literatur, Architektur. Zudem ist mir wichtig, dass jungen zeitgenössischen Positionen die Aufmerksamkeit zuteil wird, die ihnen gebührt, und dass Nachwuchskünstler die – nicht nur finanzielle – Unterstützung bekommen, die sie brauchen.


Das CAA-Mentoren-Stipendium im Bereich zeitgenössische Musik 2011 in Kooperation mit dem Heinz Berggruen Gymnasium

Im März vergab die Jury der CAA, bestehend aus Dr. Margarete Zander (CAA-Expertin für zeitgenössische Musik, Leiterin Ultraschall Festival), Sophie Schricker (Leiterin Shared Sounds Festival) und Thomas Bruns (Kammerensemble Neue Musik, ohrenstrand.net) und dem Board der CAA, das CAA-Mentoren-Stipendium an Stefan Keller.

Stefan Keller (* 8.12.1974 in Zürich) studierte Oboe an der Musikhochschule in Zürich. Im Rahmen der Ausbildung kam er zum ersten Mal intensiv mit der Musik des 20. Jahrhunderts in Berührung, spielte Werke von Schönberg und Webern und hörte die Musik von Helmut Lachenmann. Er begann mit dem Studium der Komposition bei H.U. Lehmann, Gerald Bennett und Michael Jarrell.
Sein erstes Stück schrieb er erst im Alter von 23 Jahren: für Oboe, Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello. Das Stück ist rhythmisch so komplex, dass er selbst bei der Uraufführung dirigieren musste. Ein weiterer wichtiger Kompositionslehrer wurde Hanspeter Kyburz an der Hanns-Eisler Musikhochschule in Berlin.

„Seine Werke sind gekennzeichnet von einer Komplexität, die virtuose Denkstrukturen herausfordern verbunden mit einer großen Lust am musikalischen Ausdruck, die ihre Wurzeln häufig im Spielen selber findet.“ (Dr. Margarete Zander, Leiterin Ultraschall Festival, CAA Expertin)

Im Rahmen seines Stipendiums hat Stefan Keller am Heinz Berggruen Gymnasium mit den Schülern des Leistungskurses Musik zu zeitgenössischer Musik gearbeitet. Die anfängliche Skepsis konnte Stefan Keller mit Hilfe von Hörbeispielen und seiner eigenen Leidenschaft für zeitgenössische Musik schnell überwinden.

„Die Arbeit mit den Schülern macht mir tatsächlich viel Spaß. Was mir gefällt ist, dass so ziemlich alle sehr bald eigene Ideen entwickelt haben, und zwar in sehr unterschiedliche Richtungen. Ich habe auch das Gefühl, dass sie das, was ich Ihnen dazu sage, verstehen können. Das ist natürlich riskanter als wenn ich von Anfang an alles geplant hätte, aber so kann es eine intensivere Erfahrung werden, denke ich.“ (Stefan Keller)

Zum Abschluß der Arbeit mit den Schülern stand ein Termin im professionellen Tonstudio. Stefan Keller und Wolfgang Hengelhaupt (mittleres Bild) betreuten die Tonaufnahmen und konnten den Schülern über Momente der Verzweiflung hinweg helfen. Da alle ein Instrument spielen, haben sie ihre Kompositionen selber eingespielt. Entstanden sind vier Kompositionen von 4-6 Minuten Länge.


Die CAA Academy bietet ihren Freunden und Förderern ein nach unterschiedlichen Disziplinen gegliedertes Programm, das aktuellen Tendenzen und Fragen zeitgenössischer Kultur in Berlin thematisiert. Die Auseinandersetzung und Einführung in ungewöhnliche oder auch schwer zugängliche Themen soll das Verständnis für zeitgenössische Kunst und Kultur fördern und den inhaltlichen Dialog vertiefen. Im Rahmen von Atelierbesuchen, Künstlergesprächen und Führungen ermöglicht die CAA ihren Freunden und Förderern verschiedene Positionen zeitgenössischer Kunst und Kultur in Berlin zu erleben.


CAA Academy offers CAAs members and supporters a cultural program structured by different disciplines to increase the dialogue with Berlins most interesting figureheads of the contemporary art scene. Discussions and introductions are designated to increase the understanding of contemporary arts and culture and deepen the dialogue. With studio visits, artist talks or guided tours CAA Berlin aimes at facilitate its friends and supporters inside views of different positions of contemporary arts and culture in Berlin.


Wir freuen uns sehr über die Einladung von Thomas Olbricht die Sammlung seiner Gerhard Richter Edition 1965 – 2011 zu besuchen. Parallel zur Retrospektive der Ölgemälde Richters in der Neuen Nationalgalerie, haben wir die Möglichkeit auch das vielseitige Schaffen seiner Auflagenwerke kennen zu lernen. Es ist die wohl einzige Privatsammlung, die annähernd alle Editionen umfasst. Richter gilt international als einer der bedeutendsten und erfolgreichsten deutschen Künstler der Gegenwart.
Die Editionen bieten dem Künstler außerdem die Gelegenheit, auf besonders vielfältige und experimentelle Weise die Möglichkeiten des Bildnerischen auszuloten. Deshalb finden sich in den Auflagenwerken sehr viele unterschiedliche Medien und Gattungen, an die der Künstler mit verschiedenen grundlegenden Strategien herangeht: Figuration, Abstraktion, Monochromie, optische Täuschung, Spiegel, Raster, geometrische Konstruktion etc. Die Ausstellung umfasst etwa 200 Arbeiten und zeigt Gerhard Richters Druckgrafiken, Foto-Editionen, Multiples (Auflagenobjekte), Gemälde-Editionen, Künstlerbücher und Künstlerplakate. Dazu gehören unter anderem so populäre Motive wie die aus der Malerei bekannten Foto-Editionen Ema (Akt auf einer Treppe) und Onkel Rudi, druckgrafische Arbeiten wie zum Beispiel Mao, Elisabeth und Betty.


Zur #11 Lecture at Home bei Loretta Würtenberger freuen wir uns sehr auf Thomas Ostermeier, den Künstlerischer Leiter der Schaubühne Berlin. Unter dem Titel: „Maske und Wahrheit – Die ganze Welt ist ein Theater (Totus mundus agit histrionem)“ wird er uns einen Einblick in seine Arbeit als Regisseur, insbesondere seiner Shakespeare Inszenierungen, geben. Seit mehr als zwölf Jahren leitet Thomas Ostermeier die Schaubühne. Die einen Kritiker verteufeln seinen Hang zu Zeitgeist und Oberfläche, andere bejubeln seine Kraft und Genauigkeit, die aus seinem Theater eine Stätte der Wahrheitssuche machten.


Zum Einstieg in das Programm der CAA Academy 2012 wenden wir uns in den dunklen Tagen der bunt-psychedelischen Kunst des finnischen Künstlers Sture Johannessons in der Galerie Kraupa-Tuskany zu. Alt-Hippie und Computerkunstpionier Johannesson setzte radikale politische Parolen neben Bob Dylan-Zitate und löste damit einen Skandal aus. Dass er – als „Psychopath“ diffamiert – nicht sogleich polizeilichem Gewahrsam zugeführt wurde, lag, laut Johannesson, nur daran, dass es sich beim Direktor der Lunder Polizei um einen Kunstliebhaber handelte.


Besuch in der Galerie Zink zur Performance von und mit Reynold Reynolds „The Lost Film Project“. Im Anschluss Empfang in den Privaträumen von Michael Zink & Artist Talk mit Reynold Reynolds http://www.galeriezink.de/


This time we are hosting the concept and video artist Christian Jankowski. In a relaxed club atmosphere he is going to present the musik and work of his life. Additionally, in a conversation with Alexandra von Stosch, an insight view of his work will be given.


Zu Gast ist der Konzept- und Videokünstler Christian Jankowski, bei der er die Musik seines Lebens und Arbeitens in entspannter Club-Atmosphäre präsentieren wird. Zudem gibt er in einem Künstlergespräch mit Alexandra von Stosch Einblick in seine Arbeit.


Juerg Judin, collector and gallery owner, commissioned the architect team bfs d -bröer flachsbarth schultz and planbb brakel, to restore an old gas station and extend it with a glass facade in a part of Schöneberg, which is not exactly known as beeing very noble. There, he shows his art in a surrounding of the fifties.


Juerg Judin, Sammler und Galerist, beauftragte das Architektenteam bfs d -bröer flachsbarth schultz und planbb brakel, in einer durchaus nicht vornehmen Gegend Schönebergs eine alte Tankstelle liebevoll zu restaurieren und um einen Anbau mit Glasfassade zu ergänzen. Dort zeigt er nun in einem Ambiente der Fünfzigerjahre seine Kunst.


Dr. Katja Blomberg führt die Freunde und Förderer durch die Ausstellung „Music Box“ des niederländischen Künstler-Komponisten William Engelen im Haus am Waldsee.
Schokoladenriegel, Staubsaugertüteninhalte, Gummibäume, Tagebücher, Magenknurren oder Wetterdaten bilden die Parameter der Kompositionen von William Engelen. Wenn der niederländische Künstler und Komponist seine Partituren in Form von grafischen Notationen entwirft, geht sein Werk meist von kulturellen Erinnerungen unterschiedlicher Wahrnehmungsebenen aus. Sie reichen vom „Urknall” bis zu den Schokoladenträumen der eigenen Kindheit. Sie nutzen die Wetterdaten im ersten Jahrzehnt des frühen 21. Jahrhundert oder erfassen die unbewusste Musikalität der eigenen Gedärme.


Dr. Katja Blomberg leads the friends and supporters through the exhibition “Music Box” by the Dutch artist-composer William Engelen at the Haus am Waldsee.
Chocolate bars, vacuum cleaner bag contents, rubber trees, diaries, stomach growling and weather data are the parameters of the compositions by William Engelen. The Dutch artist and composer designs his scores in the form of graphical notations. His work is often inspired by cultural memories of different levels of perception. They range from the “Big Bang” to chocolate dreams of everyones childhood. You use the weather data in the first decade of the early twentyfirst Century or capture the unconscious musicality of their own  intestines.


Antoine de Galbert sammelt seit 1987 zeitgenössische Kunst mit einer bewussten Entscheidung gegen den Mainstream und bestimmte Trends. Volkskunst, „art brut“ und religiöse Objekte ergänzen seine Sammlung zeitgenössischer Werke. Das Interesse an Motiven der Vergänglichkeit und Sexualität, verbindet Antoine de Galbert mit dem Essener Sammler Thomas Olbricht, in dessen Räumen in Berlin nun Teile der Sammlung de Galberts gezeigt werden.


Radtour durch den Wrangelkiez in x-Berg mit Besichtigung der Arbeiten von Urban Art Künstlern wie z.B. Blu, Nomad und ROA mit Jan Kage alias Yaneq
„SIE KOMMEN JEDEN TAG UND VERUNSTALTEN UNSERE STÄDTE: SIE HINTERLASSEN ÜBERALL IHRE IDIOTISCHEN SCHRIFTZÜGE: SIE MACHEN AUS DER WELT EINEN HÄßLICHEN ORT: WIR NENNEN SIE WERBEAGENTUREN UND STADTPLANER“ BANKSY


Die PREVIEW Berlin lädt die CAA zur Vorbesichtigung der 7. PREVIEW Berlin in den Hangar 2 des Flughafen Tempelhof ein. Am Tag vor der Eröffnung werden wir gemeinsam mit den Organisatoren und den Ausstellern den Aufbau der Messe erleben und haben im Anschluss bei Brot&Wein Gelegenheit zum Gespräch u. a. mit Galerien wie: Hamish Morrison Galerie, Berlin, Gallerie Maria Veie, Oslo, ME Contemporary, Kopenhagen, Galerie Hunchentoot, Berlin, WAGNER + PARTNER, Berlin, Wendt + Friedmann Galerie, Berlin, WIDMER + THEODORIDIS contemporary, Zürich Galerie Ilka Bree, Bordeaux


Gemeinsamer Besuch des Eröffnungskonzerts des musikfest Berlin in der Philharmonie mit dem Philadelphia Orchestra. Zur Aufführung kommen Werke von Rihm, Liszt und Berlioz.


Besuch der Deutschen Erstaufführung von „Brilliant Corners“ im HAU1. Emanuel Gat, Choreograph und Tänzer, wird uns einen Einblick in seine Arbeitsweise zu „Brilliant Corners“ geben.


Ein Gespräch zur Musik von Franz Liszt und Wolfgang Rihm mit Dr. Winrich Hopp (Leiter des Musikfest Berlin) und Dr. Margarete Zander (Ultraschall Festival und CAA-Expertin für zeitgenössische Musik).


based in Berlin zeigt Arbeiten von rund 80 Künstlern, die in Berlin leben und arbeiten. Die Ausstellung umfasst alle zeitgenössischen Kunstpraktiken von Malerei und Zeichnung über Skulptur, Fotografie, Film und Video, von Textarbeiten und Performances bis zu Installationen. Essentieller Teil der Ausstellung ist daher ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit Screenings, Performances und Live-Acts, Workshops und Debatten. „Wir wollen eine räumliche und zeitliche Konzentration erzeugen – die vielen künstlerischen Aktivitäten bündeln und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagen die Kuratoren.


Einladung des Deutschen Theaters zur Eröffnung der Autorentheatertage am 15. Juni mit Elke Schmitter und Ulrich Khuon. Unter dem Titel „Make me laugh“ hat sich die Alleinjurorin der zweiten Berliner Autorentheatertage Elke Schmitter (Romanautorin und Spiegel-Redakteurin) von den noch zu entdeckenden Dramatikerinnen und Dramatikern gewünscht.

Im Anschluss besuchen wir das Gastspiel der Münchner Kammerspiele „Alpsegen“ von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel in der Regie von Sebastian Nübling.


In Burkina Faso, wo das von Schlingensief initiierte Operndorf REMDOOGO nahe der Hauptstadt Ouagadougou gebaut wird, begannen die Proben für VIA INTOLLERANZA II. Es ist das erste Stück materialisierte afrikanische Operndorf-Utopie, ausgehend von Luigi Nonos Aktions-Oper „Intolleranza 1960″. Christoph Schlingensief hatte immer ein feines Gespür für verdeckte Konflikte, die in seinen besten Projekten schließlich aufplatzten wie Eiterbeulen. In „Via Intolleranza II“ nimmt er sich einen der unlösbarsten und zukunftsträchtigsten vor: den zwischen Erster und Dritter Welt. Die vorerst letzte Vorstellung in München fand schon ohne ihn statt, und sie hat gezeigt: Auch wenn Schlingensief nicht selbst auftritt, ist er hundertprozentig anwesend. (Photo: Aino Laberenz)


Ein bildender Künstler aus Berlin wird an diesem Abend für die Freunde und Förderer der CAA in die Rolle des DJs schlüpfen wird, um den Sound seines Lebens und Arbeitens zu präsentieren. So bekommen die Gäste in entspannter Club-Atmoshäre die Gelegenheit, sich mit zeitgenössischer Kunst, die in Berlin entstanden ist, auseinander zu setzen.


Mit neuen Galerien, einem Freien Museum und ein paar alten Bekannten ist ausgerechnet die Potsdamer Straße zum Gegenpol der Galerienszene in der Heidestraße geworden. Und zwischen den beiden Kunstmeilen funkeln die Neue Nationalgalerie und der Hamburger Bahnhof. Besuch bei Galerien wie: Klosterfelde, Giti Nourbakhsch, Sommer & Kohl, Tanya Leighton, Eva Bracke, Esther Schipper,  Wentrup.


Die Uferstudios fördern den Austausch von Künstlern, Kulturschaffenden, Studierenden und Publikum sowie die nationale und internationale Vernetzung. Die räumliche Verbindung ermöglicht künstlerische und finanzielle Synergien, langfristige Entwicklungschancen sowie strukturelle Nachhaltigkeit – für den zeitgenössischen Tanz und für Berlin als Kultur- und Wissenschaftsstandort.


Wir freuen uns sehr über die Einladung von Christoph Winkler, ihn und seine Company bei der Probe seines Tanzstücks Böse Körper zu besuchen, das am 7. April in den Sophiensälen Premiere hat. Christoph Winkler studierte Choreografie an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch” und arbeitet seit 1998 freischaffend in Berlin. Böse Körper soll nicht nur an frühere Stränge von Winklers Arbeit anknüpfen, sondern auch die Erweiterung der Möglichkeiten im Tanz erforschen. Dazu nähert er sich von einer tänzerischen Ausgangsposition dem Problem der Darstellung „böser“ Charaktere. In Theater und Film findet die Ver-Körperung von Personen und Figuren durch andere Personen als Prinzip statt – die Domäne des Schauspielens. Viele SchauspielerInnen lieben diese Rollen, da sie die anspruchsvollsten und interessantesten seien.
Im Tanz hingegen scheint es so zu sein, dass man seinen Körper ungern einem anderen leiht. Man ist immer tatsächlich dieser Körper oder wie der Philosoph Alain Badiou sagt: „Den tanzenden Körper umgibt keine Rolle, er stellt das reine Auftauchen figurativ dar… Der tanzende Körper drückt keinerlei Innerlichkeit aus, er selbst ist die Innerlichkeit, die ganz an der Oberfläche, als sichtbar zurückgehaltene Intensität erscheint.“ Dieser Unterschied trennt, so Winkler, in der Aufführungspraxis ungeachtet aller Mischformen beide Genres zumindest ihrem Wesen nach.


Dr. Dr. Thomas Rusche besuchte bereits mit seinen Eltern im Alter von vier Jahren die Kunstmesse Delft; seit 1975 ist er ununterbrochen Besucher der Kunstmesse in Maastricht. Mit 14 Jahren kaufte er sich das erste Werk des Künstlers Andreas Achenbach. Er führt damit eine Familientradition fort und erweitert stetig die auf mehr als tausend Gemälde angewachsene Sammlung. Umfang der Sammlung ist insbesondere niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts von Künstler wie David Teniers, Jan van Goyen, Abraham van Beyeren und andere aus dem Dunstkreis von Rembrandt, Rubens und van Dyck. Seit mehreren Jahren ergänzt sich die SØR Rusche Sammlung um zeitgenössische, deutsche Werke von Ruprecht von Kaufmann, Gabi Hamm oder Herbert Volkmann. Thomas Rusche wird persönlich durch die Sammlung führen. Moderiert von Dr. Frank Grischa Feitsch.


Die in Berlin lebende und arbeitende Künstlerin wurde 1959 in der Schweiz geboren und entschied sich sehr schnell, den verschwiegenen Charme der Schweizer Auen zu verlassen. „Der Prophet gilt nichts im eigenen Land! Die Schweiz war zu klein, Paris war für mich der Tempel der Kultur.“ Ohne höheren Schulabschluss – „dadurch habe ich mich lange Zeit benachteiligt gefühlt und versucht, es mit Arbeit oder Leidenschaft auszugleichen“ – brannte sie nach Frankreich durch. Ihr Ziel: Die Bühnen der Pariser Theater. „Wenn man jung ist, hat man nichts zu sagen, man ist ein wenig dumm: Um zu malen, bedarf es der Reife und der Erfahrung, die Einsamkeit ertragen zu können.“


Founded in 1980 and situated in Frankfurt am Main since 1985, the Ensemble Modern (EM) is one of the world’s leading ensembles of Contemporary Music. Currently, the EM is comprised of 19 soloists from Argentina, Bulgaria, Germany, India, Israel, Japan, Poland, and Switzerland, all of whom provide the ensemble with its rich cultural background. n 2003, the German Federal Cultural Foundation nominated the Ensemble Modern as one of Germany’s »beacons« of contemporary culture. With this honor, the Ensemble Modern receives a funding package from the German Federal Cultural Foundation to support three important pillars of the Ensemble Modern – the Ensemble Modern Orchestra, the International Ensemble Modern Academy and eminent projects of Ensemble Modern.


Philipp Lachenmann, born in Munich 1963, first trained to become an architectural model builder, before studying art history, philosophy and film. He first started making art in 1997. Lachenmann primarily works in Cologne, Paris and Los Angeles.

The Hamburger Bahnhof proudly presents the exhibition, ‘Some Scenic Views’, to mark the acquisition this year of Philipp Lachenmann’s video installation Space_Surrogate I (Dubai). Eight works on show from the areas of video, film, photography, sculpture and sound, perfectly demonstrate Lachenmann’s exploration of the connections between the moving and static image, as well as his structural treatment of cinematic and photographic space. At the forefront of his artistic endeavour is the probing of the mechanisms of the imaginary and, in particular, shifts in the collective memory. The `scenic’ in the exhibition’s title also evokes the idea of ‘scenery’ and ‘mise en scene’ in artificially created and staged productions and thus serves as an indication of the terrain on which the works in the exhibition are played out.


Das Ensemble Modern hat schon manches Museum in einen Rockpalast verwandelt und auch in unterkühlten Konzertsälen dem Publikum eingeheizt. Seit 30 Jahren sind sie die 100000-Volt Gruppe der neuen Musik, die Maßstäbe setzt.
Die Gründung des basisdemokratisch organisierten Ensemble Modern (EM) war eine Initiative von StudentInnen der Jungen Deutschen Philharmonie im Jahr 1980 mit dem Ziel, Neue Musik zu fördern und angemessen aufzuführen. Seit 1985 ist das EM in Frankfurt am Main beheimatet. Es zählt zu den weltweit führenden Ensembles für Neue Musik. Das Ensemble Modern wurde 2003 von der Kulturstiftung des Bundes zu einem ›Leuchtturm‹ zeitgenössischer Kultur in Deutschland erklärt. Damit erhielt das Ensemble Modern von 2004 bis 2009 eine Drei-Säulen-Förderung für das Ensemble Modern Orchestra, die Internationale Ensemble Modern Akademie und ausgewählte Projekte des Ensemble Modern.


Der multimedial arbeitende Künstler Philipp Lachenmann, geb. 1963 in München, studierte nach einer Ausbildung als Architekturmodellbauer Kunstgeschichte, Philosophie und Film, bevor er 1997 zur künstlerischen Praxis wechselte. Seit 2000 arbeitet Lachenmann vor allem in Köln, Paris und Los Angeles.

Der Hamburger Bahnhof zeigt anlässlich der diesjährigen Sammlungserwerbung der Videoinstallation Space_Surrogate I (Dubai), 2000 von Philipp Lachenmann die Ausstellung “Some Scenic Views”. Acht Werke aus den Bereichen Video, Film, Photographie und Skulptur zeigen exemplarisch Lachenmanns Untersuchungen der Zusammenhänge von bewegtem und statischem Bild. Dabei wird Lachenmanns strukturelle Bearbeitung des kinematographisch-photographischen Raumes deutlich. Im Vordergrund seines künstlerischen Interesses stehen die Mechanismen und Wirkungsweisen des Imaginären, insbesondere die Verschiebungen des so genannten kollektiven Gedächtnisses. Der Titel der Ausstellung, die innerhalb der kontinuierlichen Präsentation des Sammlungsbestandes des Hamburger Bahnhofs erfolgt, ist an den englischen Ausdruck “scenic view” angelehnt, der einen besonders schönen Aussichtspunkt bezeichnet. Zugleich beinhaltet er den Begriff des “Szenischen”, des “In-Szene-Setzens” und somit des künstlich Geschaffenen, des Bühnenartigen. Diese Doppeldeutigkeit, die nur im Englischen zum Vorschein kommt, umschreibt das inhaltliche Terrain der Ausstellung.

born in Munich
Aprenticeship as Architectural Modeler
Academy for Film and Television (HFF), Munich
Master Degree in Art History and Philosophy, Ludwig Maximilians University, Munich
Academy of Media Arts, Cologne (KHM)
Postgraduate studies with Jürgen Klauke, Valie Export, Marcel Odenbach
Works in Cologne, NYC, and Los Angeles

Nele Schwierkus
The second awardee of CAA in 2009/2010 works in the field of visual arts. Nele Schwierkus, born 1979 in Berlin, studies at the UDK Berlin since 2004, from 2009 in the class of Florian Slotawa.

Her sculptural works focus on her environment and convince through humor, a playful interest in experimenting and an extraordinary sense for visual and acoustic presence of objects. Besides Nele Schwierkus consistent work, the CAA Jury has been persuaded by Schwierkus sensitive approach to her project in context with Campus Rütli, in which she will be working with scholars.

Nina Ender
Born in Erlangen in 1980, Nina Ender recently finished her studies of scenic writing at the Universität der Künste Berlin. Nina Ender has been chosen by Barbara Burckhardt (CAA Expert for theater) in collaboration with the jury of the playwright-competition and the CAA Board. Besides receiving a monthly amount of 900 €, Nina Ender will be aided in practical concerns.

The network of CAA will help with contracts or access to different stages and directors for example. Nina Ender will use these six month to work on her second playwright. CAA friends and supporters will accompany Nina through this process in three events to gain a close insight look in her work.


Die CAA konnte bereits zwei Stipendien vergeben.

Nele Schwierkus
Die zweite Stipendiatin der CAA 2009/2010 kommt aus dem Bereich bildende Kunst. Nele Schwierkus, geboren 1979 in Berlin, studiert seit 2004 an der UdK und ist seit 2009 Meisterschülerin in der Klasse von Florian Slotawa. Ihre plastischen Arbeiten, die sich mit ihrer Lebenswelt befassen, bestechen durch Humor, einen ausgeprägten Sinn für die visuelle und akustische Präsenz von Objekten und durch ein spielerisches Interesse am Experiment.

Überzeugt hat die CAA-Jury neben der starken persönlichen Präsenz und einem konsistenten Werk vor allem Nele Schwierkus’ sensibles Vorgehen bei ihrem künstlerischen Projekt für den Campus Rütli, an dem sie im Rahmen des Stipendiums mit den Schülerinnen und Schülern arbeitet. Ausgehend von ihrer pädagogischen Erfahrung versetzt sie sich in die reizüberflutete Lebenswelt der Jugendlichen, um sie das Sehen und sogar das Hören neu erfahren zu lassen. CAA-Jury-Mitglied Prof. Dr. Beatrice von Bismarck, Vizerektorin der HBG Leipzig, erklärte mit amüsiertem Staunen, dass alles, was Nele Schwierkus an zunächst unscheinbaren Gegenständen in die Hand nimmt, „immer mehr wird“.

Nina Ender
Nina Ender, die erste Stipendiatin 2008/2009 im Bereich zeitgenössische Dramatik, wurde 1980 in Erlangen geboren und aufgewachsen in Ulm, absolvierte ein Grundstudium in Journalistik/Kommunikationswissenschaft und Germanistik mit Schwerpunkt Theater in Hamburg, bevor sie von 2004 bis 2008 an der Universität der Künste Berlin Szenisches Schreiben studierte. Nina Ender gewann mit ihrem Stück „Die Wissenden“ den Stückewettbewerb der Schaubühne Berlin. Darüberhinaus bekam sie den Förderpreis in der Sparte Literatur sowie 2009 das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg.

Barbara Burckhardt, CAA-Expertin im Bereich  zeitgenössisches Theater, zu Nina Enders Stück Die Wissenden: „Der Titel von Nina Enders Stück bezieht sich auf die «Savants», häufig autistische Menschen, in deren Hirn Filterfunktionen blockiert sind. Das führt zur so genannten «Inselbegabung», exzeptionelle Fähigkeiten in einem kleinen Teilbereich bei ansonsten emotional und intellektuell blockierten Menschen. Es ist schließlich «der Wahnsinn der Welt», um den es hier geht: der Wahnsinn der Menschen-optimierung, der Behinderung nicht mehr ertragen will, der Wahnsinn, der Krankheit unerträglich macht, aber auch: der Wahnsinn von Beziehungen. Wie Nina Ender sich mit poetischer Sprachkraft ganz unökonomisch ins weite Feld dieses Wahnsinns stürzt, ohne ihren Witz an den Zynismus zu verraten und die Empathie mit ihren gebeutelten Figuren zu verlieren, ist ein großer, schöner Talentbeweis.“


15 For CAAs friends and supporters  Berlin-based artist Cornelia Renz will contribute the sound of her live and work and become the DJ in the relaxed atmosphere of a club. The talk with the artist will be moderated by Dr. Alexandra von Stosch.


TheShift_05thump The Berlin-based video and film artist, Julian Rosefeldt (1965), who has now established an international reputation, has won the ‘Vattenfall Contemporary 2010’ award. The artist impressed the jury with his lavishly produced film installations, in which he portrays paradoxand irrational aspects of everyday life with opulent imagery.
Julian Rosefeldt’s film installations present the paradoxical and irrational aspects of modern life and work using subtle comedy and irony. His film work “The Shift” (2008) is documented via a great number of images as well as being re-combined with his works from the 1990s. These earlier works delineate the point of departure of the artist’s interest in forgotten and hidden places. In “The Shift” these mutate into the claustrophobic inner life of a technoid, deserted future world.


sommerfest In the third year of its cooperation with Deutsche Guggenheim CAA its pleased to invite its friends and supporters to the third annual party together with the members of Guggenheim Club. On the occasion of this event, an auction will take place. The benefit is designated to enable young Berlin-based artists from all cultural fields to follow their ambitions and to professionalize their work after finishing their studies through six-month scholarships. The auction will be followed by the party.


preview_berlin_2009_01 This year, PREVIEW Berlin invites CAA to take a look behind the scenes of the 6th PREVIEW Berlin in hangar 2 of the former airport Berlin Tempelhof. On the opening day, we will experience the build-up of the fair together with its exhibitors and organizers. With bread & wine we will subsequently have the chance to talk with international gallerist from Riflemaker (London), Kishon Gallery (Tel Aviv), Art Nueve (Murcia), Pilar Serra-Estiarte Gallery (Madrid), Rosa Santos (Valencia), Jarmuschek + Partner (Berlin), Nusser&Baumgart (Munich), Galerija Marisall (Zagreb), Maksla XO (Riga), heliumcowboy artspace (Hamburg).


jpg_Franska_filmfestivalen2-b91a7 One day, one of these teachers and saviours of the nation gets a unique opportunity to take a stance: while trying to introduce Friedrich Schiller and his idealistic visions of classic German theatre to a bunch of rowdy youths from a migrant background a fight erupts and a gun ends up in the teacher’s hands. A real gun. After a brief moment of hesitation, she takes her students hostage and forces them up onto the school stage to act out the play at gunpoint. For theatre, she reasons, is the only cure for the ills of this world. This hostage-taking drama liberally swerves between the genres of thriller, comedy and melodrama, and sets about deconstructing seemingly clear-cut identities with a vicious energy and humour. Verrücktes Blut is a co-production with Ruhr Triennial Arts Festival.




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