Mitte Juni 2010:
#8 Lecture at Home: Udo Kittelmann (Direktor der Nationalgalerie, Berlin)

kittelmann„Ich glaube, dass wir alle – und das täte dem ganzen Kunstbetrieb gut – wieder konzentrierter auf die Kunst und deren Inhalte schauen sollten. Über die letzten Jahrzehnte sind die Museen in den Sog hineingeraten, immer schneller wechselnde Ausstellungen zu produzieren, die oft kurz darauf wieder in Vergessenheit geraten sind. Das kann nicht der Anspruch eines Museums sein.“




10. Juni 2010:
6. Berlin biennale für zeitgenössische Kunst

Die 6. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst versammelt vom 11. Juni bis zum 8. August 2010 an mehreren Orten Berlins zahlreiche künstlerische Positionen zur Gegenwart. Michael Schmidts fotografische Arbeiten stellen den ersten künstlerischen Beitrag zur Biennale dar und werden sie während ihrer gesamten Dauer im öffentlichen und medialen Raum begleiten.
Kontextualisiert wird die Biennale durch eine Ausstellung mit Werken von Adolph Menzel (1815 – 1905), die der amerikanische Kunsthistoriker Michael Fried auf Einladung von Kathrin Rhomberg in Zusammenarbeit mit der Alten Nationalgalerie und dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin kuratiert.




7.-23. Mai 2010:
Einführung und Besuch Theatertreffen

Jedes Jahr im Mai versammelt das bedeutendste deutsche Theaterfestival Theaterschaffende, Journalisten und Gäste aus der ganzen Welt in Berlin. Herzstück des Theatertreffens sind die zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen“, die alljährlich von einer unabhängigen Kritikerjury aus rund 400 Aufführungen der Saison ausgewählt werden.




2. Mai 2010:
Rundgang zum Gallery Weekend




29. April 2010:
Preview Deutsche Guggenheim: Wangechi Mutu

MutuIn ihrem Werk thematisiert die in Kenia geborene und in New York lebende Wangechi Mutu Fragen der schwarzen, weiblichen Identität im Spannungsfeld zwischen westlicher Konsumkultur, afrikanischer Politik und postkolonialer Geschichte. Bekannt wurde sie durch ihre zwischen Schönheit und Schrecken oszillierenden Collagen: Mittels unterschiedlichster Materialien wie Glitter, Klebeband oder Tierfellen entstehen in Kombination mit Magazinausschnitten eigenwillige Arbeiten, die den weiblichen Körper deformiert, verführerisch, gebieterisch und in ständiger Verwandlung begriffen präsentieren.




2. April 2010:
CAA on Tour: Besuch der James Turrell-Ausstellung in Wolfsburg

turrell_ctourDer Lichtkünstler James Turrell hat gemeinsam mit dem Kunstmuseum Wolfsburg seine bisher größte begehbare Lichtinstallation realisiert, die er je fur ein Ausstellungshaus entwickelte: Auf einer Grundflache von 700 Quadratmetern erhebt sich elf Meter hoch bis unter die verglaste Museumsdecke eine Raum-in-Raum-Konstruktion. Man taucht ein in eine geheimnisvolle, malerische Welt aus reinem Licht. Der Künstler selbst nennt selbst nennt dieses Erlebnis “mit den Augen fühlen” und verbindet damit nicht nur eine ästhetische, sondern auch geistige Erfahrung.




1. April 2010:
Preview Temporäre Kunsthalle Berlin: squatting – erinnern, vergessen, besetzen

Mit ihrer Ausstellung squatting greifen Tilo Schulz und Jörg van den Berg auf eine Ausstellungspraxis zurück, die durch eine Inszenierung als Kunstvermittlung die Präsenz des Kunstwerks und die tatsächliche Werkerfahrung ins Zentrum des Ausstellungsbesuches rückt. squatting führt künstlerische Werke zusammen, die Erinnerung inhaltlich oder strukturell thematisieren sowie Erfahrungen mit Orten, Situationen und Menschen verarbeiten. Damit schafft squatting eine direkte Verbindung der Temporären Kunsthalle und ihrem Standort (dem Berliner Schlossplatz) als einem Ort, der ständigen ideologischen Zugriffen ausgesetzt ist.




23. März 2010:
Besuch der Sammlung Olbricht in dem von ihm neu erbauten me berlin – moving energies collectors room in der Auguststrasse

olbricht Das entschiedene Bekenntnis zur subjektiven Sichtweise des Sammelns steht für den Sammler Thomas Olbricht oben an. Überraschungen und Widersprüche werden nicht gescheut, existenzielle Themen wie Eros, Tod und Vergänglichkeit bilden programmatische Schwerpunkte. Große Namen wie Master of Parrots, John Currin, Eric Fischl, Franz Gertsch, Cindy Sherman oder Marlene Dumas treffen auf Neuentdeckungen wie Corinne von Lebusa, Tomoko Nagai oder Rachel Goodyear. Historische Rückblicke auf Zeitlos-Existentielles werden mit Sichtweisen auf Aktuelles und Zeitgenössisches kombiniert.




21. März 2010:
Konzertbesuch von Salvatore Scrarrino Luci mie traditrici, Regie und Bühne Rebecca Horn im Rahmen von MaerzMusik

RebeccaHornSeit dem Beginn der siebziger Jahre hat die im Odenwald geborene Künstlerin Rebecca Horn ein Werk geschaffen, das sich zu einem immer weiter anwachsenden Strom aus Performances, Filmen, skulpturalen Raum-Installationen, Zeichnungen und Fotoübermalungen zusammenfügt. Die Unverwechselbarkeit dieser Bildwelt besteht in der höchst präzisen physischen und technischen Funktionalität, mit der die Künstlerin ihre Skulpturen und deren Bewegungsabläufe in Räumen in Szene setzt. Dabei wird ihr Werk von einer unverwechselbaren konsequenten Logik zusammengehalten. Jede neue Arbeit scheint sich stringent aus der vorherigen zu entwickeln.




Anfang März 2010:
Führung durch das neu entstandene Galerienviertel um die Potsdamerstrasse.

galerienviertelNichts ist in Berlin so beständig wie die Veränderung. Abseits der Hysterie der Kunstmessen entwickelt sich gerade ein für tot gehaltener Kiez zum Pflichtprogramm für Kunstinteressierte. Mit neuen Galerien, einem Freien Museum und ein paar alten Bekannten wird ausgerechnet die Potsdamer Straße zum Gegenpol der Galerienszene in der Heidestraße. Und zwischen den beiden Kunstmeilen funkeln die Neue Nationalgalerie und der Hamburger Bahnhof.




23. Februar 2010:
3 CAA* Club Lounge mit Tilo Schulz

Tilo Schulz wird an diesem Abend für die Freunde und Förderer der CAA in die Rolle des DJs schlüpfen, um den Sound seines Lebens und Arbeitens zu präsentieren. So bekommen die Gäste in entspannter Club-Atmoshäre die Gelegenheit, sich mit zeitgenössischer Kunst, die in Berlin entstanden ist, auseinander zu setzen.

tiloTilo Schulz lässt sich nicht auf eine Rolle festlegen. Vielfalt und Facettenreichtum des 1972 in Leipzig geborenen und dort aufgewachsenen Künstlers umfassen Skulpturen, Zeichnungen, Bilder und Objekte, ebenso wie raumgreifende Installationen. Darüber hinaus wirkt Schulz auch als Kurator, Autor und Dozent. In seinen Arbeiten hinterfragt er ideologische und soziologische Motivationen von Ausstellungsinszenierungen und Ästhetikvermittlung und bezieht den Betrachter aktiv in die Präsentation ein. “Es geht mir um ein ausgewogenes Verhältnis von Einzelwerken, Ausstellung und Inszenierung – die Faszination am Detail als Bestandteil eines Ganzen… Ein Kunstwerk ist so komplex wie eine Maschine, eine Ausstellung so facettenreich wie ein Film und der Künstler ist dann eben Regisseur oder Mechaniker – je nach Sichtweise.” (Tilo Schulz). Das in diesem Rahmen stattfindende Künstlergespräch wird moderiert von Dr. Alexandra von Stosch.




04. Februar 2010:
Besuch der UDK-Absolventen-Ausstellung von und mit Nele Schwierkus

Nele Badewanne_Nele_B

Die Contemporary Arts Alliance Berlin freut sich, dass CAA-Mentoren-Stipendium 2010 im Bereich bildende Kunst an Nele Schwierkus zu vergeben. Die Künstlerin, geboren 1979, studiert seit 2004 an der UdK und seit 2009 in der Klasse von Florian Slotawa. Ihre plastischen Arbeiten, die sich mit ihrer Lebenswelt befassen, bestechen durch Humor, einen ausgeprägten Sinn für die visuelle und akustische Präsenz von Objekten und durch ein spielerisches Interesse am Experiment. Überzeugt hat die CAA-Jury neben der starken persönlichen Präsenz und einem konsistenten Werk vor allem Nele Schwierkus’ sensibles Vorgehen bei ihrem künstlerischen Projekt für den Campus Rütli, an dem sie im Rahmen des Stipendiums mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten wird.




14. Januar 2010:
Besuch des Neuen Museums

caa_NmuseumNachdem wir vor zwei Jahren den Rohbau des Neuen Museums mit dem Architekten Alexander Schwarz (Chipperfield Berlin) besichtigt haben, werden wir nun von Prof. Dr. Dietrich Wildung durch das Museum geführt. Das Neue Museum inszeniert fulminante Blickachsen. Die Verbindung zwischen den Zeiten, ruinöser Vergangenheit und Wiederaufbau, Nofretetes Glanz und dem Sonnengott Helios machen das Altertum zur großen Bühne. Das von Dietrich Wildung (ehem. Direktor des Ägyptischen Museums) erarbeitete Konzept setzt auf Themenblöcke, weniger auf Chronologie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Präsentation ägyptischer Skulptur als “l’art pour l’art”.






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