In Burkina Faso, wo das von Schlingensief initiierte Operndorf REMDOOGO nahe der Hauptstadt Ouagadougou gebaut wird, begannen die Proben für VIA INTOLLERANZA II. Es ist das erste Stück materialisierte afrikanische Operndorf-Utopie, ausgehend von Luigi Nonos Aktions-Oper „Intolleranza 1960″. Christoph Schlingensief hatte immer ein feines Gespür für verdeckte Konflikte, die in seinen besten Projekten schließlich aufplatzten wie Eiterbeulen. In „Via Intolleranza II“ nimmt er sich einen der unlösbarsten und zukunftsträchtigsten vor: den zwischen Erster und Dritter Welt. Die vorerst letzte Vorstellung in München fand schon ohne ihn statt, und sie hat gezeigt: Auch wenn Schlingensief nicht selbst auftritt, ist er hundertprozentig anwesend. (Photo: Aino Laberenz)





