23. Mai 2011: Via Intolleranza II
Einführung und Besuch der Inszenierung von Christoph Schlingensief zu Gast beim Theatertreffen

In Burkina Faso, wo das von Schlingensief initiierte Operndorf REMDOOGO nahe der Hauptstadt Ouagadougou gebaut wird, begannen die Proben für VIA INTOLLERANZA II. Es ist das erste Stück materialisierte afrikanische Operndorf-Utopie, ausgehend von Luigi Nonos Aktions-Oper „Intolleranza 1960″. Christoph Schlingensief hatte immer ein feines Gespür für verdeckte Konflikte, die in seinen besten Projekten schließlich aufplatzten wie Eiterbeulen. In „Via Intolleranza II“ nimmt er sich einen der unlösbarsten und zukunftsträchtigsten vor: den zwischen Erster und Dritter Welt. Die vorerst letzte Vorstellung in München fand schon ohne ihn statt, und sie hat gezeigt: Auch wenn Schlingensief nicht selbst auftritt, ist er hundertprozentig anwesend. (Photo: Aino Laberenz)




10. Mai 2011: *5 CAA Club Lounge

Ein bildender Künstler aus Berlin wird an diesem Abend für die Freunde und Förderer der CAA in die Rolle des DJs schlüpfen wird, um den Sound seines Lebens und Arbeitens zu präsentieren. So bekommen die Gäste in entspannter Club-Atmoshäre die Gelegenheit, sich mit zeitgenössischer Kunst, die in Berlin entstanden ist, auseinander zu setzen.




1. Mai 2011: Rundgang zum Gallery Weekend Berlin

Mit neuen Galerien, einem Freien Museum und ein paar alten Bekannten ist ausgerechnet die Potsdamer Straße zum Gegenpol der Galerienszene in der Heidestraße geworden. Und zwischen den beiden Kunstmeilen funkeln die Neue Nationalgalerie und der Hamburger Bahnhof. Besuch bei Galerien wie: Klosterfelde, Giti Nourbakhsch, Sommer & Kohl, Tanya Leighton, Eva Bracke, Esther Schipper,  Wentrup.




Anfang April 2011: Besuch der Uferstudios für zeitgenössischen Tanz im Wedding

Die Uferstudios fördern den Austausch von Künstlern, Kulturschaffenden, Studierenden und Publikum sowie die nationale und internationale Vernetzung. Die räumliche Verbindung ermöglicht künstlerische und finanzielle Synergien, langfristige Entwicklungschancen sowie strukturelle Nachhaltigkeit – für den zeitgenössischen Tanz und für Berlin als Kultur- und Wissenschaftsstandort.




21. März 2011: Probenbesuch bei Christoph Winkler

Wir freuen uns sehr über die Einladung von Christoph Winkler, ihn und seine Company bei der Probe seines Tanzstücks Böse Körper zu besuchen, das am 7. April in den Sophiensälen Premiere hat. Christoph Winkler studierte Choreografie an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch” und arbeitet seit 1998 freischaffend in Berlin. Böse Körper soll nicht nur an frühere Stränge von Winklers Arbeit anknüpfen, sondern auch die Erweiterung der Möglichkeiten im Tanz erforschen. Dazu nähert er sich von einer tänzerischen Ausgangsposition dem Problem der Darstellung „böser“ Charaktere. In Theater und Film findet die Ver-Körperung von Personen und Figuren durch andere Personen als Prinzip statt – die Domäne des Schauspielens. Viele SchauspielerInnen lieben diese Rollen, da sie die anspruchsvollsten und interessantesten seien.
Im Tanz hingegen scheint es so zu sein, dass man seinen Körper ungern einem anderen leiht. Man ist immer tatsächlich dieser Körper oder wie der Philosoph Alain Badiou sagt: „Den tanzenden Körper umgibt keine Rolle, er stellt das reine Auftauchen figurativ dar… Der tanzende Körper drückt keinerlei Innerlichkeit aus, er selbst ist die Innerlichkeit, die ganz an der Oberfläche, als sichtbar zurückgehaltene Intensität erscheint.“ Dieser Unterschied trennt, so Winkler, in der Aufführungspraxis ungeachtet aller Mischformen beide Genres zumindest ihrem Wesen nach.




3. März 2011: Besuch der Sammlung SØR Rusche Berlin

Dr. Dr. Thomas Rusche besuchte bereits mit seinen Eltern im Alter von vier Jahren die Kunstmesse Delft; seit 1975 ist er ununterbrochen Besucher der Kunstmesse in Maastricht. Mit 14 Jahren kaufte er sich das erste Werk des Künstlers Andreas Achenbach. Er führt damit eine Familientradition fort und erweitert stetig die auf mehr als tausend Gemälde angewachsene Sammlung. Umfang der Sammlung ist insbesondere niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts von Künstler wie David Teniers, Jan van Goyen, Abraham van Beyeren und andere aus dem Dunstkreis von Rembrandt, Rubens und van Dyck. Seit mehreren Jahren ergänzt sich die SØR Rusche Sammlung um zeitgenössische, deutsche Werke von Ruprecht von Kaufmann, Gabi Hamm oder Herbert Volkmann. Thomas Rusche wird persönlich durch die Sammlung führen. Moderiert von Dr. Frank Grischa Feitsch.




8./9. Februar 2011: Atelierbesuch bei Valérie Favre
Moderiert von Dr. Alexandra von Stosch

Die in Berlin lebende und arbeitende Künstlerin wurde 1959 in der Schweiz geboren und entschied sich sehr schnell, den verschwiegenen Charme der Schweizer Auen zu verlassen. „Der Prophet gilt nichts im eigenen Land! Die Schweiz war zu klein, Paris war für mich der Tempel der Kultur.“ Ohne höheren Schulabschluss – „dadurch habe ich mich lange Zeit benachteiligt gefühlt und versucht, es mit Arbeit oder Leidenschaft auszugleichen“ – brannte sie nach Frankreich durch. Ihr Ziel: Die Bühnen der Pariser Theater. „Wenn man jung ist, hat man nichts zu sagen, man ist ein wenig dumm: Um zu malen, bedarf es der Reife und der Erfahrung, die Einsamkeit ertragen zu können.“






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