Das CAA-Mentoren-Stipendium im Bereich zeitgenössische Musik 2011 in Kooperation mit dem Heinz Berggruen Gymnasium

Im März vergab die Jury der CAA, bestehend aus Dr. Margarete Zander (CAA-Expertin für zeitgenössische Musik, Leiterin Ultraschall Festival), Sophie Schricker (Leiterin Shared Sounds Festival) und Thomas Bruns (Kammerensemble Neue Musik, ohrenstrand.net) und dem Board der CAA, das CAA-Mentoren-Stipendium an Stefan Keller.

Stefan Keller (* 8.12.1974 in Zürich) studierte Oboe an der Musikhochschule in Zürich. Im Rahmen der Ausbildung kam er zum ersten Mal intensiv mit der Musik des 20. Jahrhunderts in Berührung, spielte Werke von Schönberg und Webern und hörte die Musik von Helmut Lachenmann. Er begann mit dem Studium der Komposition bei H.U. Lehmann, Gerald Bennett und Michael Jarrell.
Sein erstes Stück schrieb er erst im Alter von 23 Jahren: für Oboe, Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello. Das Stück ist rhythmisch so komplex, dass er selbst bei der Uraufführung dirigieren musste. Ein weiterer wichtiger Kompositionslehrer wurde Hanspeter Kyburz an der Hanns-Eisler Musikhochschule in Berlin.

„Seine Werke sind gekennzeichnet von einer Komplexität, die virtuose Denkstrukturen herausfordern verbunden mit einer großen Lust am musikalischen Ausdruck, die ihre Wurzeln häufig im Spielen selber findet.“ (Dr. Margarete Zander, Leiterin Ultraschall Festival, CAA Expertin)

Im Rahmen seines Stipendiums hat Stefan Keller am Heinz Berggruen Gymnasium mit den Schülern des Leistungskurses Musik zu zeitgenössischer Musik gearbeitet. Die anfängliche Skepsis konnte Stefan Keller mit Hilfe von Hörbeispielen und seiner eigenen Leidenschaft für zeitgenössische Musik schnell überwinden.

„Die Arbeit mit den Schülern macht mir tatsächlich viel Spaß. Was mir gefällt ist, dass so ziemlich alle sehr bald eigene Ideen entwickelt haben, und zwar in sehr unterschiedliche Richtungen. Ich habe auch das Gefühl, dass sie das, was ich Ihnen dazu sage, verstehen können. Das ist natürlich riskanter als wenn ich von Anfang an alles geplant hätte, aber so kann es eine intensivere Erfahrung werden, denke ich.“ (Stefan Keller)

Zum Abschluß der Arbeit mit den Schülern stand ein Termin im professionellen Tonstudio. Stefan Keller und Wolfgang Hengelhaupt (mittleres Bild) betreuten die Tonaufnahmen und konnten den Schülern über Momente der Verzweiflung hinweg helfen. Da alle ein Instrument spielen, haben sie ihre Kompositionen selber eingespielt. Entstanden sind vier Kompositionen von 4-6 Minuten Länge.




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